Westerwald
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Ausflüge, Wanderungen und Aktivitäten für die ganze Familie
Mit Kindern zu verreisen heißt ständig abwägen: kurze Wege oder große Erlebnisse, Natur oder Programm, Ruhe für die Eltern oder Action für die Kinder. Im Westerwald musst du dich selten entscheiden. Ein Wildpark, eine kurze Wanderung und ein Nachmittag am Wasser lassen sich ganz entspannt an einem Tag verbinden.
Rund 3.000 Quadratkilometer, 3 Bundesländer, dazwischen Wälder, Weiher und Basaltfelsen: Das Mittelgebirge ist groß genug für Abwechslung und kompakt genug, dass ihr nicht den halben Urlaub im Auto verbringt.
Auf dieser Seite findest du Ausflugsziele und Ausflugstipps für Familien, kindgerechte Wanderungen, Aktivitäten bei Regen und praktische Tipps für die Planung deiner Ferien im Westerwald.
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Wandern funktioniert mit Kindern dann gut, wenn unterwegs etwas passiert. Ein Bach zum Staudämmebauen, ein Aussichtsturm, ein Rastplatz mit Blick ins Tal: Solche Punkte sind wichtiger als die Kilometerzahl. Im Westerwald findest du dafür ein dichtes Netz an markierten Wegen, von der kurzen Runde bis zum Fernwanderweg.
Der WesterwaldSteig ist mit 235 Kilometern und 16 Etappen der bekannteste Weg der Region und als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert. Mit Kindern musst du ihn nicht am Stück gehen. Viele Familien picken sich einzelne Abschnitte heraus und kombinieren sie mit einem Ausflugsziel am Etappenziel. Wer lieber Runden geht, findet in den Wäller Touren zertifizierte Rundwanderwege in allen Teilen der Region.
Die Kleinen Wäller sind unsere zertifizierten Spazierwanderwege. Sie sind meist zwischen 3 und 7 Kilometern lang, gut ausgeschildert und lassen sich ohne besondere Ausrüstung gehen. Für die Wege solltest du je nach Runde 1 bis 3 Stunden einplanen, das passt zur Ausdauer der meisten Kinder.
Einige Routen sind besonders auf junge Wanderer zugeschnitten. Auf dem Kleinen Wäller Zwergenweg 2 begleiten Quizfragen die 4,5 Kilometer lange Runde, unterwegs liegt eine Fledermaushöhle. Der Kleine Wäller Klangpfad und der Weg der Sinne setzen auf Hören und Fühlen, der Kleine Wäller Wolfsteine führt durch den Wildpark Bad Marienberg. Ob dein Kind lieber rätselt oder klettert: Für jedes Alter findet sich eine passende Strecke.
Die Holzbachschlucht bei Seck gehört zu den eindrucksvollsten Naturschauplätzen im Westerwald. Basaltwände ragen 20 bis 30 Meter in das etwa einen Kilometer lange Tal, das seit 1961 als Naturschutzgebiet Holzbachdurchbruch geschützt ist. Der Rundwanderweg misst rund 3 Kilometer und dauert etwa 45 Minuten, ein Waldlehrpfad erklärt unterwegs Bäume, Gestein und Tierwelt. Festes Schuhwerk gehört an die Füße, für Kinderwagen ist die Schlucht selbst nicht geeignet.
Die Fuchskaute ist mit 657 Metern die höchste Erhebung im Westerwald. Rund um den Gipfel liegt ein Naturschutzgebiet mit Arnika-Wiesen, ein Arnika-Rundweg erschließt das Gebiet. Hier oben treffen die beiden Top Trails WesterwaldSteig und Rothaarsteig aufeinander. Wer mit Kindern hinauf will, informiert sich vorab über die Anfahrt, denn die Parkplätze am ehemaligen Hotel an der Fuchskaute lassen sich nicht mehr nutzen.
Tiere ziehen Kinder verlässlich an. Der Westerwald hat dafür mehrere Ziele, die sich gut mit einem Spaziergang verbinden lassen, und unterwegs im Wald gibt es ohnehin genug zu entdecken: Spuren im Boden, Vogelstimmen, Ameisenstraßen und alte Bäume mit Höhlen.
Der Wildpark Bad Marienberg ist ein großes Freizeitgelände mit Tiergehegen und ebenerdigen Spazierwegen. Wildschweine, Hirsche, Luchse und weitere heimische Arten leben hier. Dazu kommen ein Streichelzoo, ein Abenteuerspielplatz, ein Barfußpfad und der Aussichtsturm Hedwigsturm.
Die ebenerdigen Wege machen den Park auch für Familien mit Kinderwagen praktikabel. Wer mag, hängt eine Runde auf dem Kleinen Wäller Wolfsteine an, der direkt durch das Gelände führt.
Am Beginn des Kesselbachtals liegt der Tierpark Niederfischbach, bekannt für seine Falknerei mit regelmäßigen Freiflugvorführungen. In 15 geräumigen Volieren leben Falken, Uhus, Adler und Bussarde. Dazu kommen heimische Tiere wie Storch und Luchs, Wildschwein und Waschbär sowie die Pflege und Zucht alter, vom Aussterben bedrohter Haustierrassen.
Für Kinder sind die Vorführungen der Höhepunkt: Greifvögel im Tiefflug über den Köpfen bleiben lange im Gedächtnis. Die Öffnungszeiten und Termine der Freiflüge erfährst du am besten direkt beim Tierpark.
Kinder wollen sich bewegen, und dafür reicht meist schon ein guter Parcours, ein Kletterturm oder ein Netz aus Seilen. Im Westerwald findest du beides: gebaute Anlagen und Gelände, das von allein zum Klettern einlädt.
Direkt neben dem Wildpark liegt der Kletterwald Bad Marienberg mit 12 Kletter-Parcours in einer Höhe von 1 bis 12 Metern, ein Teil davon oben in den Baumwipfeln. Tarzansprünge, Seilbrücken und lange Seilbahnen sorgen für Action und jede Menge Spaß, dazu kommen ein Partnerparcours und eine 10 Meter hohe Sportkletterwand.
Für die Jüngsten gibt es einen eigenen Kinderbereich: Das Kinderland liegt in einem Meter Höhe und ist für Kinder ab 3 Jahren gedacht. So kommt die ganze Familie zum Klettern, ohne dass jemand über- oder unterfordert wird.
Ein Spielplatz muss nicht aus Metall und Gummiboden bestehen. Naturspielplätze arbeiten mit Holz, Wasser, Sand und Fels und laden zum eigenen Bauen und Ausprobieren ein. Im Westerwald findest du solche Anlagen an mehreren Ausflugszielen, etwa den Abenteuerspielplatz im Wildpark Bad Marienberg, den Abenteuerspielplatz im Stöffel-Park oder den Abenteuer-Wasserspielplatz am Waldschwimmbad Thalhausermühle.
Auch der Wild- und Freizeitpark Gackenbach, die Freizeitanlage Quendelberg und die Abenteuerspielplätze in Steinen und Dreifelden gehören zu den Zielen, die Familien in der Region gern ansteuern. Wenn das Wetter nicht mitspielt, geht das Toben auch drinnen weiter: Das Kinderspielparadies Flippolino in Kirchen an der Sieg bietet auf rund 3.000 Quadratmetern ein Kletter-Labyrinth über 3 Etagen mit Rutschbahnen und einen eigenen Bereich für die Kleinsten. Was ein einzelner Platz genau bietet und ab welchem Alter die Geräte geeignet sind, erfährst du am besten direkt beim jeweiligen Betreiber.
Sobald es warm wird, verlagert sich der Familienurlaub ans Wasser. Der Westerwald bietet dafür Naturseen, Talsperren und Freibäder.
Die Westerwälder Seenplatte besteht aus 7 Weihern auf einem rund 400 Meter hohen Plateau: Dreifelder, Post-, Brinken-, Hofmanns-, Haiden-, Haus- und Wölferlinger Weiher. Angelegt wurden sie im 12. Jahrhundert zur Fischzucht, heute sind sie ein Naherholungsgebiet.
Der Dreifelder Weiher ist mit 123 Hektar das größte Stillgewässer der Seenplatte, eine Runde darum misst rund 6 Kilometer. Im Sommer bieten der Dreifelder Weiher und der Postweiher Gelegenheit zum Baden und Tretbootfahren. Wer die ganze Landschaft sehen will, geht den 7-Weiher-Wanderweg, gut auch in Abschnitten mit Kindern.
Das Waldschwimmbad Thalhausermühle bei Hamm an der Sieg ist das größte Naturfreibad des Westerwaldes, mit 16.000 Quadratmetern Wasserfläche und 15.000 Quadratmetern Liegewiese. Kinder springen vom Sprungturm aus 1 oder 3 Metern Höhe, erklimmen bis zu 7 Höhenmeter an der Wasserkletterwand oder nehmen die Riesenrutsche. Seit 2024 kommen eine Beachvolleyball-Anlage und ein Abenteuer-Wasserspielplatz dazu.
Das MarienBad in Bad Marienberg ist als Aktivbad ausgelegt, mit Doppelrutsche, Strömungskanal, Außenbecken und einem Therapiebecken mit 34 Grad Wassertemperatur. Dazu kommen ein Saunadorf und ein Bistro. Der Blaue See bei Vettelschoß, ein ehemaliger Baggersee mit klarem Wasser und Waldkulisse, ist barrierefrei erreichbar und damit auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität eine Option.
Radfahren funktioniert mit Kindern oft besser als Wandern, weil sich größere Strecken zurücklegen lassen, ohne dass jemand quengelt. Im Westerwald gibt es dafür Rundradwege, Streckenradwege und ausgeschilderte Mountainbike-Strecken, dazu die Westerwaldschleife, die mehrere Teile der Region miteinander verbindet.
Mit kleineren Kindern eignen sich flache Abschnitte und die Runden um die Weiher der Seenplatte besser als die Höhenlagen. Mit dem E-Bike sind auch die Steigungen kein Thema, selbst mit Anhänger. Ob dein Gastgeber Räder verleiht oder einen abschließbaren Abstellraum hat, erfragst du am besten direkt vor Ort.
Praktisch ist die Kombination aus Radtour und Ausflugsziel: eine kurze Etappe am Vormittag, danach ein Wildpark, ein Museum oder eine Runde im Freibad. So bleibt der Tag abwechslungsreich und niemand sitzt zu lange im Sattel.
Auch ein Regentag muss den Urlaub nicht kippen. Bergwerke, Museen, Hallenbäder und Indoor-Spielplätze liegen in der Region dicht beieinander. Eine ausführliche Übersicht mit allen Zielen findest du auf unserer Website unter dem Menüpunkt "Erleben" oder "Indoor Aktivitäten".
Für die Übernachtungen stehen im Westerwald Hotels, Ferienwohnungen, ein Ferienhaus, Pensionen, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze zur Auswahl. Unsere Gastgeber sind qualitätsgeprüft, viele Betriebe sind nach DTV-Klassifizierung eingestuft oder mit ServiceQualität Deutschland zertifiziert. Die Region trägt außerdem die Auszeichnung Nachhaltiges Reiseziel.
Welche Unterkunft zu euch passt, hängt vom Alter der Kinder ab. Ferienwohnungen und Ferienhäuser geben Familien mehr Bewegungsfreiheit und eine eigene Küche, was mit kleinen Kindern und festen Essenszeiten hilft. Hotels nehmen Eltern die Organisation ab. Camping und Landurlaub liegen näher an der Natur, wer Ruhe sucht, ist auf dem Land gut aufgehoben, dafür braucht es etwas mehr Ausrüstung.
Viele Häuser bieten Merkmale, die für Familien wichtig sind: WLAN, PKW-Parkplatz, eine ruhige Lage, einen Garten und die Möglichkeit, Haustiere mitzubringen. Was ein einzelnes Haus tatsächlich anbietet, erfährst du am besten direkt beim jeweiligen Gastgeber. Ein Tipp aus Erfahrung: Wer zentral in der Region bucht, hält die Fahrzeiten zu den Ausflugszielen kurz, und das zahlt sich mit Kindern jeden Tag aus.
Ein paar Dinge zu wissen macht den Unterschied zwischen einem entspannten und einem anstrengenden Urlaub mit Kindern. Das meiste davon betrifft nicht die Ziele selbst, sondern die Wege dazwischen und die Frage, wie viel ihr euch an einem Tag vornehmt.
Der Westerwald liegt verkehrsgünstig zwischen Rhein und Sieg im Westen und der Dill im Osten. Über die A3 und die A45 erreichst du die Region aus Nordrhein-Westfalen, aus Hessen und aus dem Süden von Rheinland-Pfalz in überschaubarer Zeit. Wer aus dem Norden oder aus dem Rhein-Main-Gebiet kommt, ist meist in 1 bis 2 Stunden da. Das macht auch kurze Ausflüge möglich, wenn ihr nicht die ganze Woche bleiben könnt.
Innerhalb der Region kommst du am flexibelsten mit dem Auto voran. Für Touren mit dem Fahrrad gibt es Rundradwege, Streckenradwege und E-Bike-Routen, dazu ausgeschilderte Mountainbike- und Gravel-Bike-Strecken.
Mit einem Kinderwagen sind ebenerdige Wege gefragt. Der Wildpark Bad Marienberg, die Runden auf der Seenplatte und viele barrierearme Spazierwege der Kleinen Wäller funktionieren gut, enge und steile Abschnitte wie die Holzbachschlucht eher nicht.
Plane lieber weniger Programm und mehr Pausen ein. Kinder erinnern sich selten an die Zahl der Ausflugsziele, sondern an den Bach, in dem sie stehen durften. Ein Nachmittag mit Zeit zum Spiel und Spaß bringt oft mehr Familienzeit als 3 abgehakte Stationen.
Was kann man mit Kindern im Westerwald unternehmen?
Beliebte Ziele sind der Wildpark Bad Marienberg, der Tierpark Niederfischbach, der Kletterpark in Bad Marienberg, der Stöffel-Park, das Besucherbergwerk Grube Bindweide, die Holzbachschlucht und die Westerwälder Seenplatte. Dazu kommen kindgerechte Wanderungen auf den Kleinen Wällern sowie Badeseen und Freibäder im Sommer. Statt großer Zoos findest du hier Wildparks mit heimischen Tieren und viel Platz zum Laufen.
Welche Ausflugsziele in Rheinland-Pfalz eignen sich für Familien mit Kindern?
Im Westerwald, im Norden von Rheinland-Pfalz, sind das vor allem Tier- und Wildparks, Bergwerke und Museen mit Mitmachangeboten sowie Naturziele wie die Holzbachschlucht, die Fuchskaute und die Seenplatte. Sie liegen nah beieinander und lassen sich gut zu einem Tagesprogramm kombinieren.
Wo kann man mit der Familie in der Nähe hinfahren?
Aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet ist der Westerwald in 1 bis 2 Stunden erreichbar. Damit eignet er sich für einen Tagesausflug ebenso wie für ein verlängertes Wochenende, ohne dass eine lange Fahrt am Anfang steht.
Was kann man als Familie im Westerwald zusammen machen?
Gut funktionieren Unternehmungen, bei denen alle mitmachen können: eine kurze Wanderung auf einem Kleinen Wäller, ein Besuch im Wildpark, eine Runde mit dem Rad um einen der Weiher oder ein Nachmittag im Freibad. Für gemeinsame Familienzeit braucht es selten ein großes Programm.
Was sollte man im Westerwald gesehen haben?
Zu den bekanntesten Ausflugszielen zählen der WesterwaldSteig, die Fuchskaute als höchste Erhebung der Region, die Holzbachschlucht, die Westerwälder Seenplatte, der Stöffel-Park und das Kannenbäckerland rund um Höhr-Grenzhausen mit seiner Keramiktradition.
Welche Kindermuseen gibt es in Rheinland-Pfalz?
Im Westerwald sind vor allem Museen mit Mitmachangeboten für Kinder interessant, allen voran das Keramikmuseum Westerwald mit eigener Museumspädagogik für Familien. Eine vollständige Übersicht aller Museen und überdachten Ziele der Region findest du auf unserer Seite unter dem Menüpunkt "Erleben".
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