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Besucher entdecken geologische Exponate gemeinsam im Museum

Indoor Aktivitäten Westerwald

Ausflugsziele bei Regen und schlechtem Wetter

Der Wetterbericht kippt, und der Plan für den Tag löst sich auf. Im Westerwald ist das kein Grund, zu Hause zu bleiben. Unter Dach wartet eine Menge: Bergwerke und Höhlen, Museen und Werkstätten, Hallenbäder, Boulder- und Bowlingbahnen, Brauereien und Kinos. Die Ziele liegen dicht genug beieinander, dass sich ein verregneter Tag ohne Langeweile füllen lässt, für Kinder genauso wie für Erwachsene.

Ob Regen, Wind oder Schnee, ob Schmuddelwetter im November oder zu hohe Temperaturen im Sommer: Diese Ziele funktionieren bei jedem Wetter. Unsere Schlechtwettertipps sind nach Themen sortiert, je nachdem, was du vorhast: toben, entdecken, staunen oder als Eltern einfach eine Auszeit nehmen. Tipps für jeden Ausflug bei Regen. Wenn du einen ganzen Familienurlaub planst und nicht nur einen Tag rettest, findest du die Übersicht auf unserer Seite zum Familienurlaub im Westerwald.

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Besucher in einem Museum mit Ausstellungen zur Geschichte

Toben und bewegen: Indoor-Spielplatz, Bouldern und Bowling

An manchen Tagen hilft kein Museum, da muss Bewegung her. Dafür findest du in der Region Hallen, in denen gerannt, geklettert und gerutscht werden darf, und zwar im Trockenen. Das gilt für Kinder wie für Erwachsene.

Kinderspielparadies Flippolino in Kirchen

Das Flippolino in Kirchen an der Sieg ist mit rund 3.000 Quadratmetern Spielfläche das größte Kinderspielparadies im Landkreis Altenkirchen. Drinnen erwarten dich ein Kletter-Labyrinth über 3 Etagen mit 3 Rutschbahnen, eine Kinder-Achterbahn, ein Riesenrad, ein Bungee-Trampolin und eine Go-Kart-Bahn. Damit kommt das Haus einem Indoor-Freizeitpark ziemlich nahe, und der Spaß hält problemlos einen ganzen Nachmittag. Action gibt es hier reichlich.

Für die Kleinsten gibt es einen eigenen Bereich auf 400 Quadratmetern. Im Winter ist die Spiel- und Hüpfhalle beheizt, an heißen Tagen klimatisiert. Der Besuch lohnt sich also nicht nur an Regentagen, und die Familie kommt trocken durch den Tag.

Bouldern und Bowling

In Wallmenroth bietet die Boulderlounge Linie 9 über 400 Quadratmeter Kletterfläche mit mehr als 150 Routen in 5 Schwierigkeitsstufen. Dazu kommen ein abgetrennter Anfängerbereich, über 16 Meter Dachkletterei und ein eigener Kinderkletterbereich mit integrierter Rutsche. Suchst du eine klassische Kletterwand, findest du in dieser Kletterhalle Routen für jedes Niveau und jede Menge Action. Wirfst du lieber, als zu klettern, warten in Bad Marienberg 5 Bowlingbahnen im American Style und in Hachenburg 8 seillose Bahnen, 4 davon mit Kinderbumpern, dazu Pool-Billardtische. Beides sind Indoor-Freizeitangebote, die mit Freunden genauso funktionieren wie beim Familienausflug.

Unter Tage: Bergwerke und Höhlen

Unter der Erde spielt das Wetter keine Rolle mehr. Der Westerwald hat hier mehr zu bieten, als viele vermuten, weil der Bergbau die Region über Jahrhunderte geprägt hat.

Besucherbergwerk Grube Bindweide

In Steinebach fährst du mit der Grubenbahn 800 Meter in den Berg, danach geht es 300 Meter zu Fuß weiter. Die Tour durch eines der größten Eisenerzbergwerke der Siegerländer-Westerwälder Region dauert rund 90 Minuten und ist für die ganze Familie meist das Highlight der Woche. Unter Tage öffnet sich eine eigene Welt.

Unten liegen die Temperaturen bei rund 10 Grad. Warme Kleidung packst du also auch im Sommer besser ein, sonst wird aus dem Ausflug schnell eine kurze Angelegenheit.

Höhlen und Kasematten

Das Herbstlabyrinth in Breitscheid ist das größte Höhlensystem Hessens, sein Gangsystem erstreckt sich über mehr als 13 Kilometer. Die Schauhöhle war die erste Tropfsteinhöhle Europas mit einem vollständigen LED-Beleuchtungskonzept, entsprechend gut kommen die Tropfsteine zur Geltung, ein Foto lohnt sich.

In Dillenburg führt die unterirdische Verteidigungsanlage Kasematten durch Gänge, die in ihren Ausmaßen besonders sind. Für Kinder ab dem Grundschulalter ist das eine Entdeckungstour mit ordentlich Gruselfaktor und ein Stück Geschichte zum Anfassen.

Ein Mann und ein Kind lächeln auf einem Schienenfahrzeug im Tunnel
Ruine einer ehemaligen Industrieanlage mit alten Fahrzeugen und Maschinen

Museen und Ausstellungen für Regentage

Museen sind der Klassiker unter den Schlechtwetter-Ideen, und die Auswahl in der Region ist größer, als es auf den ersten Blick wirkt. Von Keramik über Fossilien bis zur Geschichte des Automobils findest du fast jedes Interesse wieder.

Keramikmuseum und Kannenbäckerland

Das Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen zeigt auf über 2.500 Quadratmetern und 4 hellen Ausstellungsebenen fast 5 Jahrhunderte Geschichte der Keramik. Das Haus ist komplett barrierefrei und hat Museumsshop, Museumsrestaurant und eine eigene Werkstatt.

Rundherum liegt das Kannenbäckerland mit seinen Töpfereien und Keramikwerkstätten. Magst du Handwerk, kombinierst du den Museumsbesuch mit einem Abstecher in eine der Werkstätten und siehst dabei zu, wie aus Ton Kunst wird. Die Welt der Töpferei ist hier lebendiges Handwerk.

Vom Stöffel-Park bis zum Automuseum

Im Stöffel-Park bei Enspel ist das Tertiärum den Fossilienfunden gewidmet, darunter die berühmte Stöffelmaus. Der Rundgang ist eine kleine Reise durch rund 25 Millionen Jahre Geschichte. Die Historische Werkstatt zeigt auf rund 325 Quadratmetern die alte Schmiede, das Schalthaus erzählt vom Basaltabbau.

Dazu kommen weitere Museen: das Deutsche Raiffeisen-Museum in Hamm/Sieg, das Tonbergbaumuseum Siershahn in seinem modernen Museumspavillon, das Bergbaumuseum in Herdorf mit einem nachgebauten Schaubergwerk im Untergeschoss und die Glockenwelt auf Burg Greifenstein, wo über 100 Glocken stehen und alle angeschlagen werden dürfen. Im Nationalen Automuseum in Ewersbach warten rund 150 Automobile in historischen Museumshallen, eine Reise durch 135 Jahre, samt eigenem Kinosaal. Das Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg hat mehrere historische Gebäude, führt aber über ein weitläufiges Gelände, ist bei Dauerregen also nur bedingt geeignet.

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Gäste

Kultur, Handwerk und Genuss unter Dach

Nicht jeder Regentag muss ein Familienausflug sein. Die Hachenburger Erlebnis-Brauerei führt mit Biersommeliers durch die Produktion und hat eine eigene Brau-Werkstatt, die Erzquell Brauerei Siegtal in Mudersbach zeigt den Weg vom Sudhaus bis zur Abfüllung, inklusive Verkostung.

Für Kultur lohnt sich das kulturWERKwissen, eine Halle der Industriekultur im früheren Walzwerk, oder das b-05 Kunst- und Kulturzentrum in Montabaur-Horressen, wo Ausstellungen, Workshops und Konzerte in historischen Betonbunkern stattfinden. Und wenn gar nichts mehr geht: Kinos gibt es ebenfalls, das Cinexx in Hachenburg hat 5 Säle. Ein Kinoabend rettet auch die schlechteste Laune.

Schwimmen und Sauna bei jedem Wetter

Für Wasserratten sind die Hallenbäder die verlässlichste Adresse der Region, und sie funktionieren mit der ganzen Familie. Das Molzbergbad in Kirchen ist ein Sportbad mit Cabriodach, 5 Bahnen à 25 Meter, rund 28 Grad Wassertemperatur, Sprungbrett und Sprungturm sowie einem Saunabereich innen und außen. Das Siegtalbad in Wissen hat mehrere Innenbecken, ein Vierjahreszeitenbecken und eine 60 Meter lange Riesenrutsche.

Weitere Möglichkeiten für Badespaß im Trockenen: das Hallenbad Glockenspitze in Altenkirchen mit 5 Bahnen à 25 Meter, das Aquafit in Dierdorf auf 1.650 Quadratmetern mit eigener Saunalandschaft, das Wiedtalbad in Hausen mit Erlebnisbecken, Strömungskanal und Wasserfall sowie das Löwenbad in Hachenburg mit Sportbecken, Whirlpool und einer 54 Meter langen Rutschbahn. Das MarienBad in Bad Marienberg ist als Aktivbad ausgelegt, mit Doppelrutsche, Strömungskanal, Therapiebecken und einem großen Saunadorf für die Auszeit ohne Kinder.

Helles Bett mit weißen Kissen und einem Tablett mit Kerzen
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Gut zu wissen

Was kann man bei schlechtem Wetter im Westerwald machen?

Beliebte Ziele bei schlechtem Wetter sind das Besucherbergwerk Grube Bindweide, die Schauhöhle Herbstlabyrinth, die Kasematten in Dillenburg, das Keramikmuseum Westerwald, das Tonbergbaumuseum Siershahn und der Stöffel-Park mit seinem Tertiärum. Dazu kommen Hallenbäder, Bowlingbahnen und der Indoor-Spielplatz Flippolino.

Welche Beschäftigungsideen gibt es bei Regenwetter?

Eine gute Mischung für die Familie ist ein Ziel am Vormittag und eines am Nachmittag, etwa ein Museum und danach ein Hallenbad. Wer es ruhiger mag, plant eine Entdeckungstour durch die Keramikwerkstätten im Kannenbäckerland oder eine Brauereiführung ein.

Was kann man in der Nähe indoor machen?

Der Westerwald liegt zwischen den Ballungsräumen im Westen und Süden und ist aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet in 1 bis 2 Stunden erreichbar. Damit sind die Indoor-Ausflugsziele der Region auch für einen spontanen Tagesausflug eine Option.

Und sobald es aufklart, wartet draußen das nächste Programm: Der WesterwaldSteig, die Wäller Touren und die Kleinen Wäller führen dich durch eine Region, die als Nachhaltiges Reiseziel ausgezeichnet ist.

Was kann man mit Kindern im Westerwald bei Regen unternehmen?

Für Kinder eignen sich vor allem Ziele mit Bewegung oder Mitmachangeboten: das Flippolino in Kirchen, die Boulderlounge in Wallmenroth, die Grubenbahn in der Grube Bindweide, die Tropfsteinhöhle Herbstlabyrinth und die Hallenbäder mit Rutschen. Museen mit Museumspädagogik wie das Keramikmuseum funktionieren ebenfalls gut.

Was tun bei Langeweile und schlechtem Wetter?

Gegen Langeweile hilft alles, bei dem man selbst aktiv wird: Bouldern, Bowling, eine Führung unter Tage oder eine Werkstatt, in der man dem Handwerk zusieht. Für Groß und Klein sind die Indoor-Attraktionen und Erlebniswelten der Region meist spontan erreichbar, ohne lange Anfahrt.

Gefördert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

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