Deutschland

Fernwanderweg

Druidensteig - Etappe 6 Von der Grube Bindweide nach Hachenburg

Streckenprofil

Schwierigkeit
Mittel
Länge / Distanz 16,6 km
Aufstieg 382 hm
Abstieg 343 hm
Dauer 4,7 h
Höchster Punkt 443 hm
Tiefster Punkt 222 hm

Hinweis

Im Tourenplaner informieren wir dich unter dem Reiter „Aktuelle Infos“ über temporäre Wegeverlegungen, Sperrungen und Umleitungen.

zum Tourenplaner

Beschreibung

Wir starten beim Besucherbergwerk Grube Bindeweide und machen uns an den Aufstieg zur Steineberger Höhe. Dort erklimmen wir den originalen Förderturm Barbaraturm, von dem aus wir eine grandiose Fernsicht genießen. Der Qualitätswanderweg führt uns hinab ins beschauliche Dörfchen Limbach mit seinem liebevoll gestalteten Dorfmuseum. Die Dachschiefergrube Assberg erwartet uns als weiteres attraktives Besucherbergwerk, das uns über 112 Stufen hinab in den historischen Abbau führt. Es folgt der Abstieg ins Nistertal zur malerischen Abtei Marienstatt. Hier laden der romantische Klostergarten und das klostereigene Brauhaus zur Verschnaufpause ein. Vorbei an der Nistermühle führt uns die Etappe durch die enge "Kleine Holzbachschlucht" hinauf zum mittelalterlichen Städtchen Hachenburg. Dort endet der Druidensteig beim Landschaftsmuseum Westerwald, das uns mit seinen zahlreichen Exponaten vom Leben im Westerwald zu längst vergangenen Zeiten erzählt.

Kurzbeschreibung

Die abwechslungsreiche Etappe des zertifizierten Qualitätswanderwegs wartet mit zahlreichen Highlights auf.

Anfahrt

Von Hachenburg (Süden): Wir verlassen Hachenburg über die Nisterstraße/L288 und folgen vor Nister der abknickenden Vorfahrt, um auf der L288 zu bleiben. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab, um der L288 weiterhin zu folgen. Etwa fünd Kilometer weiter biegen wir nach rechts ab. Direkt danach biegen wir links auf die L281 ab. Dieser Straße folgen wir durch Luckenbach durch und den Berg nach Malberg hinauf. In Malberg biegen wir rechts in die Bindweider Straße ein. Dieser Straße folgen wir aus Malberg hinaus bis nach Steinebach an der Sieg, wo wir in die Bindweider Straße einbiegen und unser Ziel, die Grube Bindweide, erreichen.

Von Beztdorf (Nordosten): Wir verlassen Betzdorf über die Steinerother Straße / L288. In Steineroth folgen wir der Betzdorfer Straße. Die abknickende Vorfahrt im Ort verlassen wir nach rechts, um in der Betzdorfer Straße zu bleiben. In Elben biegen wir links in die Steinebacher Straße ein. In Steinebach an der Sieg verlassen wir dne Kreisverkehr an der zweiten Ausfahrt und biegen danach nach links in die Bindweider Straße ein. Nach ca. 200 m erreichen wir die Grube Bindweide.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Buslinie 270 von Hachenburg bis Gebahrshain. Von dort weiter mit der Buslinie 279 nach Steinebach an der Sieg.

Taxiunternehmen:

Taxi Schmidt: Hachenburg, Tel.: 02662/6119 oder 02662/6688

Taxi Uwe Bischoff: Hachenburg, Tel.: 02662/944444

Taxi Kappi-Tullius: Hachenburg, Tel.: 02662/939390

Parken

kostenfreier Parkplatz Besucherbergwerk Bindweide, Bindweider Straße 2, 57520 Steinebach a.d. Sieg

Wegbeschreibung

Die sechste und letzte Etappe der GEOROUTE Druidensteig beginnt vor dem Besucherbergwerk Grube Bindweide in Steinebach an der Sieg.
Die Wanderroute führt oberhalb der Grubenschmiede bergauf in den Wald. Entlang eines Waldlehrpfades verläuft der Wanderweg bis zu Grillhütte von Steinebach. Über einen geschotterten Weg erreichen wir schließlich einen Bahnübergang und folgen dem Schienenstrang auf einem parallel verlaufenden Wiesenweg entlang des Waldrands.
Kurz vor einem weiteren Bahnübergang erreichen wir eine kleine Sitzgruppe mit einem schönen Ausblick über Steinebach und das dahinter liegende Siegerland.
Eine Infotafel berichtet hier über ein schweres Unglück, welches sich auf der Grube Bindweide ereignete. Auf einer Gedenktafel wird hier an die zahlreiche Bergleute erinnert, die unweit des Standorts bei einem Wassereinbruch ihr Leben lassen mussten.
Nach einer kurzen Verschnaufpause setzen wir unseren Weg auf die Steineberger Höhe fort und folgen nun einem Pfad durch einen Buchenwald.
Auf der Anhöhe angekommen, verlassen wir das Waldgebiet und stehen vor dem beeidruckenden Barabaraturm.
Der historische Förderturm wurde vor einigen Jahren aus dem Harz hierher geholt und zu einem Aussichtsturm umgebaut. Eine Stahltreppe windet sich um den Turm bis zu den Seilscheiben hinauf. Wir nehmen die Herausforderung an und steigen auf den 19 Meter hohen Stahlturm hinauf.
Oben angekommen beeindruckt eine spektakuläre Aussicht über den gesamten nördlichen Westerwald und darüber hinaus bis weit hinein in die umliegenden Mittelgebirge. Wir versuchen, die auf der panoramatafel erläuterten Stationen in der Ferne zu erspähen und entdecken dabei auch das Ziel der heutigen Etappe - dass Baroclschloss in Hachenburg.
Im rekonstruierten Schachthaus unterhalb des Turms befinden sich zwei detaillierte Infotafeln, die den historischen Hintergrund des Barabaturms sowie dessen Reise aus dem Harz in den Westerwald beschreiben.
Vom Barabaraturm aus folgen wir dem Druidensteig weiter über ein Hochplateau mit vielen Wiesen und Feldern. Der Fernsicht über den Westerwald bleibt uns noch eine ganze Weile erhalten, bis wir schließlich den Ort Molzhain erreichen. Von hier aus geht es steil hinab in das Lehmbachtal. Durch Eichenmischwälder folgen wir nun unserer GEOROUTE bis an einen kleinen Bachlauf, der hier im Tal zu einem privaten Fischweiher aufgestaut wurde.
Ein geschotterter Waldweg führt von hier aus weiter talabwärts. Nach einigen hundert Metern führt eine Holzbrücke über den kleinen Mittelgebirgsbach. Durch das ruhige Bachtal wandern wir schließlich über Wald- und Wiesenwege bis zu unserem nächsten Zwischenziel, der Ortsgemeinde Limbach.
In Limbach angekommen verlassen wir unseren Begleiter, den Lehmbach, und folgen einer kleinen Straße entlang gepflegter Fachwerkhäuser zur Ortsmitte, wo wir auf den Fluss Kleine Nister treffen. Wir folgen der Markierung des Druidensteigs weiter die Ortsstraße entlang und kommen am Heimatmuseum Limbach vorbei. In dem alten Fachwerkhaus haben die Einwohner von Limbach eine spannende Sammlung von historischen Exponaten und so manche Kuriosität zusammengetragen. Vom Museum in Limbach aus beginnen wir unseren Anstieg auf den Aßberg. In einem Wohngebiet biegen wir in einen dem Hang folgenden Wiesenweg ab und wandern über diesen durch die Viehweiden rund um Limbach bis zu einem Friedhof. Von hier aus setzt sich der Anstieg auf den Aßberg fort. Hier lohnt auch ein Blick zurück auf das Westerwalddorf im Tal der Kleinen Nister.
Auf dem Aßberg angekommen führt der Druidensteig über einen Forstweg nach Süden. Von dort aus taucht der Druidensteig wieder in die Wälder ein. Das Gelände neigt sich nun langsam der Großen Nister zu und wir folgen breiten Waldwegen talwärts durch alte Baumbestände.
Auf dem Talrücken oberhalt der Großen Nister erreichen wir die Dachschiefergrube Assberg. Eine kleine Schutzhütte lädt hier zum Rasten ein. In einem kleinen Schutzvorbau finden wir Informationen zum einst hier umgehenden Schieferbergbau. Eine steile Stahltreppe führt in einen kleinen Abbau, der gerade an heißen Tagen eine schöne Abkühlung verspricht.
Wir setzen unsere Wanderung fort und folgen einem steilen Treppenweg durch den damaligen Schiefertagebau in das Nistertal.
Die GEOROUTE folgt dem Ufer bis zu einer schmalen Stahlbrücke und überquert den breiten Mittelgebirgsfluss. Über geschotterte Waldwege folgen wir dem Tal weiter in Richtung Marienstatt. Bevor wir jedoch das Klosterareal erreichen, zweigt der Druidensteig vom breiten Weg in einen schmalen Waldpfad ab. Hierüber gelangen wir zu einem Steindenkmal, das den "Kaiserlichen Friedhof" aus der Zeit der Koalitionskriege im 18. Jahrhundert markiert.
Über Waldwege gehen wir nun weiter durch alte Baumbestände. Auf dem Weg entlang des Nistertals passieren wir das Felsenstübchen. Eine Infotafel berichtet hier von dem Versuch, eine Burg zu errichten. Diese sollte einst einen Gegenpol zum Kloster setzen, wurde jedoch dann bereits während des Baus wieder aufgegeben. Entlang schroffer Felsen nähern wir uns dem Kloster Marienstatt. Nahe dem gegenüberliegenden Ufer sehen wir bereits die steinernen Mauern des Klostergartens. Wir überqueren die mächtige Steinbrücke und erreichen schließlich das Klosterareal. Die große Anlage mit Gastronomie lädt zu einem Aufenthalt ein.
Nach einem Abstecher durch den klösterlichen Kräutergarten setzen wir unsere Wanderung durch das Tal der Großen Nister fort. An der Nistermühle queren wir erneut das Flüsschen und erreichen schließlich den Ort Nister. Am Ortsrand von Nister hilft uns ein Stahlsteg bei der erneuten Querung des Flusses. Nun geht es steil bergan. Ein schmaler Waldpfad folgt einem kleinen Rinnsal den Berg hinauf. Dem tiefgrün bewachsenen Tälchen, der kleinen Holzbachschlucht, folgen wir auf die Nisterhöhe. Im oberen Teil wird der Weg mit zahlreichen Stufen fast zur Treppe. Auf der Anhöhe angekommen folgen wir ein kurzes Stück einer Eisenbahnlinie bis zu einer Brücke. Hier befindet sich ein kleiner Picknickplatz, der uns nach dem steilen Anstieg eine willkommene Gelegenheit für eine Rast gibt.
Nachdem wir eine Weile den Ausblick auf das Nistertal und die uns schon bekannte Nistermühle genossen haben, setzen wir unsere letzte Etappe der GEOROUTE bis nach Hachenburg fort. Durch eine Allee führt uns der Druidensteig zwischen Weiden hindurch bis zum Stadtrand von Hachenburg. Wir folgen dem Siedlungsrand, unserem Etappenziel entgegen. Bevor wir jedoch die markante Gabione vor dem Landschaftsmuseum Westerwald erreichen, nimmt uns der Wanderweg noch mit auf einen kurzen Ausflug durch den Schlossgarten mit seinen uralten Bäumen. Vor dem Eingangsgebäude des Landschaftsmuseums haben wir den Schlusspunkt der GEOROUTE erreicht.

Sicherheitshinweise

  • Trage festes Schuhwerk sowie witterungsangepasste, zweckmäßige Kleidung, die dich vor Kälte und Nässe bzw. Hitze und Sonne schützt.

  • Nimm ausreichend Flüssigkeit mit. Es sind nicht überall Einkehrmöglichkeiten vorhanden.

  • Bitte ziehe auf dem Weg angemessene Wanderschuhe an, welche dir ausreichend Halt auch auf schlüpfrigen und steilen bzw. felsigen und unebenen Wegen geben.

  • Solltest du auf bestimmten Wegabschnitten der Meinung sein, dass diese für dich nicht begehbar sind, dann solltest du diese umgehen. Gerade bei widrigen Wetterverhältnissen kann es bei naturnahen Wegen zu matschigen und rutschigen Passagen kommen.

  • Besonders im Herbst ist auch darauf zu achten, dass das Boden liegende Laub Unebenheiten, Wurzeln, Steine oder Löcher im Weg verdecken kann. Mit Wegebeeinträchtigungen dieser Art musst du rechnen, wenn du eine Wanderung unternimmst.

  • Obwohl der Weg durchgehend sehr gut markiert ist, solltet du aus Sicherheitsgründen immer eine geeignete Wanderkarte dabei haben.

Tipps

Während unserer Wanderung sollten wir uns die Zeit nehmen, an der Dachschiefergrube Assberg sowie am Kloster Marienstatt eine Rast einzulegen.

Literatur

Eine KOMPASS-Wanderkarte Nord inkl. dem Druidensteig ist über den Shop der Tourist-Information Hachenburger Westerwald erhältlich.

Ziel

Landschaftsmuseum, Leipziger Str. 1, 57627 Hachenburg

Start

Besucherbergwerk Grube Bindweide, Bindweider Straße 2, 57520 Steinebach a.d. Sieg

Weitere Informationen & GPX-Download

Hinweis

Im Tourenplaner informieren wir dich unter dem Reiter „Aktuelle Infos“ über temporäre Wegeverlegungen, Sperrungen und Umleitungen.

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