Deutschland

Themenweg

Boden - Themenweg TON - das weiße Gold des Westerwalds (rote Route)

Streckenprofil

Schwierigkeit
Leicht
Länge / Distanz 11,6 km
Aufstieg 131 hm
Abstieg 109 hm
Dauer 3,1 h
Höchster Punkt 323 hm
Tiefster Punkt 253 hm

Hinweis

Im Tourenplaner informieren wir dich unter dem Reiter „Aktuelle Infos“ über temporäre Wegeverlegungen, Sperrungen und Umleitungen.

zum Tourenplaner

Beschreibung

Die Region des südlichen Westerwaldes ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „steinreiches“ Land und deshalb besonders geeignet für die Errichtung eines Themen-Wanderweges. „Das weiße Gold“, wie der Ton auch genannt wird, hat die Landschaft, die Wirtschaft und die Menschen nachhaltig geprägt. Auch die Mühlen entlang des Ahrbachs und der Tagebau spielen eine wichtige Rolle.

Entdecke auf dem Themenweg Ton das weiße Gold des Westerwalds. Auf dem Rundwanderweg des Themenweges Ton -rote Route- ist das ganz einfach.
Der elf Kilometer lange Rundwanderweg startet an der Ahrbachhalle in Boden und führt über Niederahr und Moschheim wieder zurück zum Startpunkt. Unterwegs erläutern verschiedene Schautafeln erdgeschichtliche, geologische und kulturhistorische Aspekte des Themas Ton und Basalt.

Kurzbeschreibung

Erfahre auf diesem Themenweg alles rund um das Thema Ton und seinen Abbau. Der Rundwanderweg ist elf Kilometer lang und startet und endet in Boden.

Anfahrt

Von Montabaur aus nehmt ihr über die B255 die Ausfahrt Boden.

In Boden geht es nach der Tankstelle rechts rein, hier ist bereits die Ahrbachhalle ausgeschildert.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Buslinie 116 geht es ab Montabaur Innenstadt oder dem Zentralen Busbahnhof am ICE-Bahnhof nach Boden.

Parken

Direkt vor der Ahrbachhalle in der Schulstraße 4 in

56412 Boden gibt es kostenlose Parkplätze.

Wegbeschreibung

Du beginnst die Wanderung an der Ahrbachhalle in Boden. Zwischen einem eingezäunten Kinderspielplatz und dem Eltern- und Seniorentreff führt dich ein Wiesenweg entlang des Ahrbach. Du nutzt die Brücke über den Ahrbach und steigst die Serpentinen hinauf zum ersten den Aussichtspunkt, der Grube „Esther“!

Hier sieht du zum ersten Mal die gewaltige Dimension der Grube, sie erstreckt sich von Nordosten, vorbei an den Resten eines Basaltberges, bis weit nach Südwesten. Eine Schautafel an der enthält Wissenswertes über Ton und einen Hinweis zum Weitergehen.

Zurück am Kinderspielplatz gehst du nach rechts „An der Hofwiese“, geradeaus über den Bolzplatz und den Dorfplatz, dann 20 m nach links und folgst dann rechts einem schmalen Pfad zur alten Meudter Straße links am Umspannhäuschen vorbei. Hinter einem aufgeschütteten, mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Erdhügel versteckt sich die ehemalige Bodener Mühle. Eine Schautafel gibt Auskünfte über die Geschichte diser Mühle.

Über die alte Meudter Straße gelangst du weiter zur Nordumgehung Boden. Wegen schnell fahrender Fahrzeuge ist beim Überqueren der Straße deine erhöhte Aufmerksamkeit gefordert!

Links vor dir liegt nun der Tagebau "Anna", in dem schon seit Jahren kein Ton mehr abgebaut wird, weshalb sich auch schon ein kleiner Weiher gebildet hat. Zwei Stufen leiten dich zum Einblick-Punkt.

Angekommen am ehemaligen Standort der "Steineckermühle" kannst du dir eine erste Pause gönnen. Sitzgelegenheiten und ein Brotzeittisch laden zum Verweilen ein. Eine Schautafel zeigt auf, dass es einst zehn Mühlen am Ahrbach gegeben hat!

Frisch gestärkt geht es weiter über den „Wolfsholzer Bach – du befindest dich nach 10 m mitten im Gelände der Grube „Pfeul“ der Firma Sibelco. Auf dem, von dieser Firma angelegten Weg, wanderst du parallel zum Ahrbach. Drei Klärteiche rechts spiegeln das Areal der Grube.

Am Aussichtspunkt (300 m weiter) wartet ein wahres Highlight auf dich: In verschiedenen Ockerfarben liegen mächtige Schichten unterschiedlichster Tone (Qualitäten) vor dir. Bagger und LKWs erscheinen bei der Mächtigkeit der Tonschichten wie Spielzeuge. Du kannst die gewonnenen Eindrücke auf dich wirken lassen und die Informationen auf der Schautafel der Grube "Pfeul" nachlesen!

Auf der Nordseite der Bahntrasse kommst du nun an Tennisplätzen und am Bauhof der Ortsgemeinde Niederahr vorbei; rechts liegt ein schöner Spiel- und Erlebnisplatz direkt am Wanderweg. Am Beginn des Mühlenweges informiert dich eine Infotafel über den weiteren Wegeverlauf des Themenweges Ton rote Route. Der Mühlenweg führt dich geradeaus, leicht links zur alten B 255. Das Gebäude links der Straße beherbergte die ehemalige "Gilbertsmühle" – Mühlensteine im Hof und ein schräg aufgestellter Mühlenstein 30 m nördlich vor einem Haus der Hauptstraße erinnern an die Ära der Mühlen. Du überquerst jetzt zügig die alte Bundesstraße, um dem gegenüberliegenden Höhenweg zu folgen. An einem Schotterweg geht es rechts weiter, bis du auf der Anhöhe einen großartigen Ausblickpunkt in den Tagebau „Petschmorgen“ erblickst. Die Schautafel gibt Auskünfte über die Tongewinnung der Vergangenheit.

Der Weg führt weiter an einem Absetzbecken vorbei und bald stehst du vor einem großen Parkplatz. Du wendest dich nach links und dann geradeaus entlang des Waldrands. Rechts ist die ehemalige Firma „Westfalia“ – heute „GEA-Westfalia“ als Separatoren-Fabrik Niederahr mit großen Fertigungshallen und tonnenschweren Edelstahlprodukten zu sehen.

Auf der roten Route wanderst du im Schatten des Waldes in nördlicher Richtung weiter. Nach etwa 400 m biegst du auf einem Schotterweg nach links in den Wald ab. Nach weiteren 150 m geht es rechts, und dann erneut nach links weiter. Am Fuße des Malbergs erreichst du einen weiteren Aussichtspunkt zum Themenweg mit einer Infotafel zum Tontransport. Ein Rastplatz lädt zum Verweilen ein.

Der Weg führt dich weiter unterhalb des Malbergs zu einem nach links abbiegendem, hellen Kiesweg in Richtung Moschheim. Du überquerst die Bahngleise und nimmst nach den ersten Gebäuden den Weg nach links bis zum Ende der Oststraße. Rechts am Tor vorbei gelangst du in das Areal des Angelsportvereins Moschheim.

Du verlässt das Geände über einen kleinen Steg, wendest dich erst nach links, dann rechts und überquerst die geteerte Zufahrtsstraße zur Tongrube „Petschmorgen“ Hinter einer Solitär-Eiche (links) führt ein Feldweg steil bergan geradeaus, vorbei an der „Lustigen Gewann“ zum „Lustigen Hügel“. Kurz vor dem mit Bäumen und Gestrüpp bewachsenen Hügel hast du einen großartigen Rundumblick und kannst dich anhand der Thementafel informieren.

Du gehst nun zurück in südlicher Richtung bergab und siehst links, nach einer in die Jahre gekommenen Weihnachtsbaum-Schonung, große planierte Flächen, an deren Stelle vor ein paar Jahren noch die Tongrube „Guterborn I“ der Firma Goerg & Schneider in Betrieb war!

Vor dem Wald schwenkst du nun zweimal nach rechts und siehst links des Weges einen Rekultivierungswald. Du hältst dich halbrechts und nach 300 m links. Dieses Gelände wurde vor Jahren von der Firma „Fuchs’sche Tongrube Ransbach-Baumbach“ ausgebeutet und ist heute vorbildlich rekultiviert! Beim Weitergehen erkennst du, rechts durch die Bäume, das Verwaltungsgebäude des Abfallwirtschaftsbetriebes des Westerwaldkreises; du gehst entlang des Zaunes bis zur Umsetzer-Station, dann links, querst die Straße und gehst auf dem Bürgersteig zurück zum Kreis. Ortseinwärts querst du nach 15m die in Boden beginnende „Kannenbäckerstraße“ und nutzt den Fußweg durch ein Loch in der Lärmschutzwand. Hinter dem Gebäude links – in Richtung Kreis – liegt ein dicker Basaltstein. Dort vorbei geht es hinter einer Wasserübergabestation der ehemaligen Mülldeponie im 45° Winkel in den Wald. Eine Thementafel enthält Hinweise über den Boden zu unseren Füßen und die Rekultivierung des Geländes.

Du stößt jetzt auf einen Querweg, dem du nach rechts folgst, um kurz vor seinem Ende links in einen kleinen Pfad abzubiegen. Am nächsten Querweg folgst du unserem Weg geradeaus. Über ein paar Stufen erreichst du den alten Sportplatz der Gemeinde Bannberscheid, den du rechts umgehen kannst und dem befestigten Weg links folgst. Oben angekommen (links ist eine große Wiese) schwenkst du nach rechts in den Wald. Nach 100 m, leicht bergab im Wald, führt rechts ein schmaler Stichpfad von 70 m zu einem herrlichen Ausblick auf einen Fischweiher (ehemalige Tongrube). Verweile und genieße!

Zurück am Weg, gehst du 50 m weiter und siehst links einen weiteren Fischweiher. Rechts liegt nun ein kleiner, mit alten Leitplanken eingefasster Fischweiher.

Der Weg führt dich jetzt links am Waldrand vorbei und du bist an der Unterführung in Richtung Boden. Hier kannst zum letzten Mal einen großartigen Rundumblick genießen. Direkt vor dir liegt Boden. Du erreichst der Beschilderung folgend die Ahrbachhalle und bist am Ende der roten Route angekommen.

Sicherheitshinweise

Da aus den verschiedenen Gruben bis heute Ton abgebaut wird, ist es wichtig, dass du dich nur auf den ausgewiesenen Strecken bewegst. Bitte halte genügend Abstand von den abfallenden Rändern der Tongruben (Sturz- und Verletzungsgefahr) und achte auf Transsportfahrzeuge, die deinen Weg queren könnten.

Ausrüstung

Ich kleide mich der Witterung und der Jahreszeit gemäß.

Jetzt noch festes Schuhwerk an und schon gehts los .....

Tipps

Die verschiedenen Erdschichten in den Abbaugruben leuchten je nach Tageszeit in einem anderen Farbspiel. Es lohnt sich deshalb diesen Themenweg auch einmal früh am morgen oder am späteren Nachmittag zu erwandern.

Literatur

Einen kostenlosen Flyer mit Karte gibt es in der Tourist-Information Montabaur

Ziel

Ahrbachhalle Boden, Schulstraße 4 in 56412 Boden

Start

Ahrbachhalle Boden, Schulstraße 4 in 56412 Boden

Weitere Informationen & GPX-Download

Hinweis

Im Tourenplaner informieren wir dich unter dem Reiter „Aktuelle Infos“ über temporäre Wegeverlegungen, Sperrungen und Umleitungen.

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