Unterkünfte finden

Westerwälder Kräutergeschichten - Folge 6


Hilfreich wenn die Erkältungszeit naht - der Wasserdost

Im Spätsommer zeigt sich an eher schattigen und feuchten Stellen die imposante Pflanze. Bis zu 1,80 Meter Höhe kann sie erreichen und besticht durch die zahlreichen blassrosa Dolden. Die üppig und aufrecht wachsende Pflanze kann schnell große Bestände entwickeln und wird aufgrund der Fingerartigen Blätter mitunter auch Hanfkraut genannt. Die heimische Art gehört zu einer großen Pflanzenfamilie, deren weitere Vertreter fast alle in Amerika beheimatet sind. Die nordamerikanischen Indianer nutzen dort bekannte Sorten für die immunstimulierende Wirkung schon lange und wissen auch um die sexuelle Stimulanz mancher Sorten.

Schon in der Antike wurde der europäische Wasserdost medizinisch geschätzt und auch Mittelalterliche Kräuterbücher empfehlen die Pflanze, die auch Kunigundenkraut genannt wird, bei allerlei Gebrechen. In der Volksheilkunde wird besonders seine immunstimulierende Wirkung hervorgehoben. Gerade jetzt, wo im nahenden Herbst Erkältungskrankheiten und grippale Infekte drohen, bietet die heimische Natur ein wirksames Kraut an. Die Wirkstoffe des Wasserdosts kommen in speziellen Arzneimitteln zum Einsatz, die in Apotheken erhältlich sind. Wer sich mit der Pflanze und ihren Wirkstoffen auskennt, kann Wasserdost als Kaltauszug zubereiten oder eine alkoholische Tinktur herstellen, um so nahenden Erkältungskrankheiten frühzeitig entgegen zu wirken. Gleich bei den ersten Zeichen eingenommen, soll der Wasserdost seine beste Wirkung zeigen. Da die Pflanze Inhaltsstoffe aufweist, die bei langer und hoch dosierter Weise die Leber schädigen kann, sollte Wasserdost nicht dauerhaft und hoch dosiert über einen langen Zeitraum eingenommen werden.

Nicht nur in der Natur macht die stattliche Pflanze ein gutes Bild. Auch im Garten werden die heimische Wildsorte, aber auch spezielle Züchter-Ziersorten zu echten „Eyecatchern“. Am Gartenteich oder in feuchten Bereichen angepflanzt entw9ickelt sich die strauchige Pflanze zur imposanten Zierde, die jede Menge Insekten anziehen kann. Schmetterlinge, Bienen, Hummeln  und weitere Insekten werden vom Wasserdost magisch angezogen und laben sich am reichen Nektar der Pflanze. Als würden sie trunken vor Nektar sein, verweilen die Insekten oft lange auf den großen Scheindolden und lassen sich wunderbar studieren.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Kräutergeschichten zum nachlesen.

 

 

Zurück

Prospektbestellung

Kontakt

Menü