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Westerwälder Kräutergeschichten - Folge 7

Für ewige Liebe – Rosmarin, (nicht nur) das Kraut von Braut und Bräutigam!

In der Antike war er Aphrodite, der Göttin der Liebe geweiht und wurde einst als Zeichen der beständigen Liebe in Brautstrauß und Brautkranz gebunden. Auch wurden ihm aphrodisierende Kräfte nachgesagt, welche die Lust auf die Lust entfachen sollten. Seine Kräfte sind vielfältig, die er bis heute in Küche und Volksheilkunde einzusetzen vermag. Der Rosmarin – ein echter Liebling für Kräuterfreunde!

Der Herbst geht durchs Land und nur noch wenige Kräuter behalten ihr grünes Kleid über den Winter hindurch. Zu den Pflanzen, die wir jetzt und über die kommenden Wintermonate nutzen können, gehört auch der Rosmarin (Rosmarinus officinalis).  Der leider nicht sehr winterharte Strauch kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Er liebt die dortigen Küstengebiete, was auch in der Übersetzung seines lateinischen Namens (Tau des Meeres) zum Ausdruck kommt. An geschützten Stellen kann er sich jedoch auch in unseren Breiten zu stattlichen Gewächsen entfalten und bringt mit seinen nadelartigen Blättern und den blassblauen kleinen Lippenblüten südliche Stimmung in unseren Garten. Genutzt werden Blatt und Blüte sowohl in der Küche als auch in der Volksheilkunde.

 

Ein Duft der an Urlaub, Süden und Mittelmeerküche erinnert

Schon ein Streichen der Hand durch einen Rosmarinbusch lässt sein starkes Aroma zum Vorschein kommen. Seine ätherischen Öle erfüllen dann die Luft und bringen den charakteristischen Duft zum Ausdruck. In der mediterranen Küche wird das Kraut gerne eingesetzt. Es passt zu vielen Speisen, insbesondere Fleisch und Fisch, aber auch zu geschmorten Gemüsegerichten. Interessant ist es beispielsweise, einen Zweig als Spieß für Seeteufel und Jakobsmuscheln zu nehmen oder auch Geflügel-, Zwiebel- und Paprikastücke daran aufzureihen und zu grillen. Das Aroma geht auf die Speisen über und würzt in wunderbarer Weise. Die Einsatzmenge von Rosmarin sollte man im Auge behalten, denn das starke Aroma kann schnell auch zu dominant in Gerichten werden.

 

Rosmarin-Zitronen-Salz

Ein selbstgemachtes Rosmarin-Zitronen-Salz ist schnell und einfach hergestellt und passt wunderbar als Würze zu gebratenem Fisch oder kleinen Kalbsschnitzeln. Dazu nimmt man einige Zweige Rosmarin, streift die Blätter ab und hackt sie sehr fein. Gleichzeitig reibt man die Schale von 1-2 Zitronen auf der feinen Reibe und mischt das Ganze mit dem Rosmarin und grobem Meersalz. Am besten 1-2 Tage in einer Schüssel belassen und nur mit einem Tuch bedecken. Ab und zu umrühren. Sobald sich die Mischung trocken anfühlt kann man sie entweder noch in einem Mörser weiter zerkleinern und abfüllen oder aber auch so in eine Mühle geben.

 

Vielfalt ist seine große Stärke

In der Volksheilkunde spielt der Rosmarin seit alters her eine wichtige Rolle. So soll er gegen Blähungen wirken und den Verdauungstrakt stärken, Kopfschmerzen und Migräne lindern, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen, Durchblutung fördern und den Kreislauf anregen.

Er ist somit als vielfältiges Stärkungsmittel seit der Antike bekannt. Gerade jetzt in der kälteren Jahreszeit kann ein Fußbad mit einem Rosmarinaufguss wohltuend und wärmend wirken.
Menschen mit hohem Blutdruck sollten den Rosmarin mit Bedacht einsetzen und Frauen sollten auf ihn in der Schwangerschaft am besten ganz verzichten.

 

Für Lust und Liebe und das ganze Leben

Das ganze Leben stand früher im Zeichen des Rosmarins. Von der Wiege bis zur Bahre folgte er dem Menschen und wurde als Schutz und Symbol der Ewigkeit, der Liebe und der Fruchtbarkeit eingesetzt. In der Antike war die Pflanze Aphrodite, der Göttin der Liebe, geweiht. Brautsträuße und Brautkränze wurden mit Rosmarinzweigen gebunden, denn er sollte durch seine immergrünen Zweige nicht nur die beständige Liebe ausdrücken, sondern auch seine leicht aphrodisierende Wirkung quasi als Hochzeitsgeschenk mit überbringen. Der Kindersegen sollte dadurch nicht lange auf sich warten lassen. So hat der Rosmarin auch den Namen Kranzkraut und Hochzeitskraut im Volksmund erhalten.

In Ungarn wurde der Rosmarin übrigens schon vor langer Zeit in Alkohol verwandelt. Daraus wurde eines der ersten Parfums, das sogenannte „Ungarische Wasser“, hergestellt. Der Rosmarin soll damit der schon betagten, ungarischen Königin Jugend und Schönheit zurück gebracht haben. 

Ob Wunderwasser oder nicht – der Rosmarin gehört zu den besonders vielseitigen Kräutern in unserem Garten, sogar noch in der Herbst- und Winterzeit!

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