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Westerwälder Kräutergeschichten - Folge 5

Wohltuend für Haut und Seele – die Ringelblume


Die kleinen geringelten Samen des Korbblütlers haben der Heilpflanze zu  ihrem  deutschen Namen verholfen. Sie wirken wie ein kleiner Wiederhaken, bleiben an der Kleidung des Menschen oder dem Fell der Tiere haften und lassen sich so zu neuen Standorten tragen. Die Pflanze macht es uns einfach, Sie zu unseren Kräuterlieblingen zählen zu dürfen. Gegenüber ihrem  Standort ist sie recht anspruchslos, samt sich gerne selbst aus und erobert dadurch Gartenbeete, die dann später mit gelbe-orange farbenen Blüten geschmückt sind. Sie blüht üppig vom Frühling bis in den Herbst hinein und galt lange als Regenanzeiger. Öffneten sich nicht die Blüten am frühen Morgen, war Regenwetter zu erwarten. Bei Sonnenschein entfaltet sie dann ihre ganze Schönheit. Der eingehende Blick auf ihre wie viele kleine  Sonnen wirkenden Blütenköpfe wirkt unweigerlich heiter und freundlich, vertreibt bewölkte Gedanken und vermag die Stimmung zu heben. Sie ist echter Balsam für Körper und Seele.

Ein Zeichen von Schönheit, Sanftheit und Liebe


So zart ihre leuchtenden Blütenblätter auch sind, sie besitzen heilsame Kräfte, die besonders bei Blessuren und Wunden der Haut helfen. In vielen alten Kulturen stand die Ringelblume in hohem Ansehen und galt als Symbol für die Unvergänglichkeit. Schließlich bildet sie über den ganzen Sommer immer wieder neue Blüten und entwickelt sich jedes Jahr aufs Neue. Die alten Ägypter schätzten den Ölauszug als Schönheitsmittel und auch bei Hildegard von Bingen wird sie im 12. Jahrhundert als Mittel gegen Vergiftungen und zur Wundheilung beschrieben. Als Liebesorakel zupften Verliebte die einzelnen Blütenblätter ab und fragten sich dabei, ob Liebe bestünde oder nicht. Schlug das Orakel negativ aus, ließen sich zumindest noch die sichelförmigen Samen in die Fußstapfen des Liebsten pflanzen. Das sollte ihn zurück bringen…

Heutzutage wird die Ringelblume  zumeist äußerlich in Form eines Balsams oder einer Salbe angewandt und auf die Haut zur Pflege und Wundheilung aufgetragen. Zahlreiche Produkte halten hier Drogerien und Apotheken bereit. In der Volksheilkunde geht die Anwendung weiter. Hier wird der innerlichen Anwendung als Tee entzündungshemmende, entkrampfende und entgiftende Wirkung zugeschrieben.


Die schönen gelben Blütenblätter verleihen auch Hausteemischungen, einer Blütenbutter oder einem hellen Rührkuchen einen optischen Reiz. Manchmal  wurde die Ringelblume als preiswerter  Ersatz für den teuren Safran verwandt und Käse wie Backwerk damit eingefärbt. Einen ausgeprägten Eigengeschmack haben die Blütenblätter oder jungen grünen Blattspitzen nicht, aber dennoch bereichern sie farblich so manches Gericht. Im Garten soll sie Schnecken und Boden-Nematoden abwehren und als Ansatzjauche zur Pflanzenstärkung beitragen.. 

Allergiker sollten bei Kontakt und Verzehr ggf. Vorsicht walten lassen, sofern sie gegen Korbblütler allergisch reagieren…

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