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Westerwälder Kräutergeschichten – Folge 2

Genau passend für den Wonnemonat Mai – Der Waldmeister

Grazil wirken Blätter und Stängel des Waldmeisters (Asperula odorata), der gerne auch Maikraut genannt wird und in seinem Namen  bereits aufzeigt, wann er gerne genossen werden will. Er gehört zu der Familie der Labkräuter, die den ähnlichen Aufbau von Sternförmig angelegten schmalen Blättern aufzeigen, die in Etagen an den Stängeln sitzen. Der Waldmeister kommt zumeist in lichten Buchenwäldern vor und bildet oftmals ganze Horste, die später im Mai kleine weiße Blütensterne entfalten.

In der Ruhe liegt die Kraft

Den Duft des Waldmeisters empfinden wir als angenehm und so gehörte das Kraut in früheren Zeiten zu den „Maria Bettstroh“-Kräutern. Spezielle wohltuend duftende Kräuter wurden gebärenden Frauen in das Lager gelegt, um Entspannung und Beruhigung zu schenken. Sein Duft erinnert an grüne Gräser, ist würzig und charakteristisch, und wird durch das Cumarin in der Pflanze freigesetzt. Frisch geschnitten wirkt der Geruch subtil, seine duftende Kraft zeigt das Kraut erst in angewelktem Zustand. Für die klassische Maibowle wird daher empfohlen, das Kraut einige Stunden vor Nutzung antrocknen zu lassen.


Gegen dicken Kopf, für dicken Kopf

In der Volksheilkunde wird er bei Kopfschmerzen gerne eingesetzt. Ein Zuviel an Waldmeister kann aber auch zu Kopfschmerzen führen. Wie so oft kommt es auf die Dosis an. Angenehm sind Kräuterkissenfüllungen, die mit dem wohltuenden Duft des Waldmeisters beruhigend und schlaffördernd wirken sollen. Unsere Großmütter schwörten auch auf das getrocknete Sträußchen Waldmeister im Kleiderschrank, um Motten fern zu halten.

Die klassische Maibowle

Für die klassische Maibowle wird  ein kleines Sträußchen Waldmeister  gebunden. In eine Bowlengefäß eine Flasche Riesling ( z.B. vom Mittelrhein) gießen und den Waldmeister darin einige Zeit ziehen lassen ( je nach Geschmack und Intensität kürzer oder länger, mindestens eine halbe Stunde). 1-2 Esslöffel Zucker in etwas warmem Wasser auflösen und dazu geben (oder alternativ einige Esslöffel Holunderblütensirup). Dann mit eiskaltem Sekt aufgießen. Die leichtere Variante bekommt noch etwas sprudelndes Mineralwasser hinzu.

Dreamteam Waldmeister und Erdbeeren

Um frische Erdbeeren mit Waldmeister zu aromatisieren, wird zuvor ein leckerer Waldmeistersirup gekocht. Dazu werden auf 1:1 Zucker und Wasser aufgekocht und bis zur Sirup artigen Konsistenz weiter geköchelt.  Ist der gewünschte Grad erreicht wird ein kleines Sträußchen Waldmeister hinzu gegeben sowie eine Bio Zitrone in Scheiben geschnitten. Das Ganze vollständig abkühlen lassen und am besten über Nacht gut durchziehen lassen. Dann Zitrone und Kräuter entfernen, nochmals kurz aufkochen, in sterile Flaschen abfüllen und kühl lagern. Die klein geschnittenen Erdbeeren damit aromatisieren. Der Sirup passt auch wunderbar als Basis für frühlingshafte Mixgetränke. Übrigens ist selbst gemachter Waldmeistersirup niemals grün. Das bewirkt nur die grüne Lebensmittelfarbe  in Fertigprodukten.

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