
Blick vom Heidenhäuschen ins Elbbachtal Foto: Beate Wand
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„Warum nicht mal nach Hadamar?“ frage ich meine
Schwester Birgit an einem sonnigen Morgen nach einem
reichhaltigen Frühstück. Aus dem Süden Limburgs
machen wir uns auf in die Fachwerkstatt im hessischen
Westerwald. Empfangen werden wir dort von der Limburger
Pforte, einem Steintor mit Fachwerkanbau. Gleich
danach betreten wir den weiten Platz vor dem Renaissanceschloß,
dem Wahrzeichen der Stadt. „Ein Schloß
zum Heiraten, dieser ehemalige Sitz der Fürsten von
Nassau-Hadamar“, stellt Birgit mit leuchtenden Augen
fest. Mich versetzen eher die reich verzierten Fachwerkhäuser
der Stadt in Begeisterung. Die Stadtväter machen
sich jetzt auch daran, das Rathaus zu renovieren.
Auf der einen Hälfte erstrahlen die Fachwerkbalken
schon in frischem Rot, das ursprüngliche Ochsenblut imitierend.
Die Postkarten zeigen noch den alten, verputzten
Bau. „War ja auch vorher schon ganz nett, aber die
Renovierung wird das Rathaus zum Schmuckstück des
Marktplatzes machen. Da werden wir in einem Jahr noch
mal wiederkommen müssen!“
• Reise in die Vergangenheit
Felsbrocken am Heidenhäuschen
Duchscherer Haus am Rathaus |
Nach dem Stadtrundgang wollen wir aber das herrliche
Wetter zum Ausschreiten nutzen. Aus den 17 Rundwanderwegen
der Wanderkarte „Hadamar“ haben wir uns eine
„Best of“-Strecke herausgesucht. Wir starten mit dem
Rundwanderweg Nr. 9 bis Oberzeuzheim, von wo aus
wir mit der Nr. 10 durch den Hadamer Stadtwald das
Heidenhäuschen erklimmen. Große Basaltblöcke, die
Überreste einer keltischen Burg, dienen uns hier als Aussichtspunkte
weit in das Elbbachtal hinein. In der
Schutzhütte gleich unterhalb des 397 m hohen Gipfels
machen wir Rast und verputzen unsere Brötchen. Nach
der Stärkung gehen wir mit den Wegen Nr. 11, 13 und
15 auf Niederzeuzheim zu. Davor dränge ich Birgit noch
zu einem Abstecher zum Steinkistengrab von Nieder-
zeusheim. Bis Mitte April sollen hier
die großen Steinblöcke freigelegt
und aufgerichtet werden. Zudem ist
auch die alte Deckplatte des Grabes
aus dem 3. Jahrtausend vor Christus
wieder gefunden worden. Der
bedeutende Grabinhalt ist dagegen
im Landesmuseum in Wiesbaden zu
bestaunen. Fasziniert von den Spuren
einer so alten Kultur machen wir
uns auf den Weg durch das idyllische
Elbbachtal zurück nach Hadamar.
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