Grafenstadt  
  Hachenburg  
Hachenbuger Löwe
Löwenbrunnen auf dem alten Marktplatz
Fachwerkfront in der FriedrichstraßePanorama mit Schloß und ev. Pfarrkirche
Noch in Wanderlaune hängen Anja und ich eine kleine Wanderung vom Kloster Marienstatt nach Hachenburg dran, wo wir auch übernachten wollen.Bei einbrechender Dunkelheit erreichen wir den alten Marktplatz Hachenburgs. Sehr heimelig wirken die verzierten Fachwerk- und Barockgiebel im Halbdunkeln.
„Wie dominant doch die Kirche mit ihren aufwendigen Sakralbauten in Stadt und Land bis auf den heutigen Tag präsent ist “,spricht Anja ehrfürchtig, mit dem Kopf im Nacken, vor der Franziskanerkirche am Marktplatzes. „Darum hat die weltliche Macht auch immer versucht, dagegen an zu bauen “,entgegne ich mit Blick auf den Schloßflügel, der daneben auf den Markt drängt. Offensichtlicher Mittelpunkt der ganzen Marktszenerie ist denn auch das Wappentier der Grafen zu Sayn-Witt- genstein. Klein,aber gänzlich vergoldet scheint er uns anzufauchen.
„Am interessantesten ist jedoch sein Hinterteil! Aus ihm heraus wölbt sich ein zweiköpfiger Schwanz.Jeder Teil steht für je eine Linie der Häuser Sayn und Wittgen- stein.“
Hachenbuger Altstadt

Hachenbuger Schloss
· Kulturhochburg
„Jetzt laß uns aber was essen, ich hab’ unheimlichen Schmacht!“ drängt mich Anja in die „Krone “,einem der ältesten steinernen Gasthäuser Deutschlands. Bier- und weinselig kommen wir mit Einheimischen ins Gespräch. Auf die direkte Frage,was denn hier den Jugendlichen geboten werde, bekommt Anja von einem liebevollen alten Herrn – insgeheim haben wir ihn uns als Grafen ausgemalt – die Antwort: „Nicht nur,aber auch für junge Leute sind die live dargebotenen Pop und Hip-Hop-Konzerte Reihe ‚Treffpunkt Alter Markt ‘“. Mich interessieren aber mehr die Jazz-und Swing Acts,wie man heute wohl sagt. „Ansonsten gibt es eine Unmenge an Veranstaltungen,die von der Hachenburger Kulturzeit organisiert werden.Das macht uns im Westerwald keiner nach.“ Das Lächeln auf den Lippen des Alten zeigt seinen ganzen Stolz. Nach der Verabschiedung streunen wir noch durch die engen Gassen der Stadt und fühlen uns heillos romantisch.Obwohl hundemüde, würden wir am liebsten gar nicht in die Betten. Irgendwann muß aber auch der schönste Tag zu Ende gehn ’!

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