Auf den Spuren der Mönche zwischen Hamm,
Altenkirchen und Hachenburg
Von Hachenburg nordwärts bis zur Einmündung in die Sieg östlich von Hamm hat sich die Nister, an der Fuchskaute entspringend, durch die steil aufragenden Schieferplatten durchgesägt. Das ging aber nicht auf direktem Wege, sondern in schier unendlichen Schleifen, die bis auf den heutigen Tag durch die wenig besiedelte Kroppacher Schweiz führen. Fast immer direkt zwischen steiler Wand mit herausbrechenden Schieferfelsen, sprudelnder Nister und grünen Auen führt ein Weg entlang. Einige der schönsten Abschnitte kombiniert der Marienwanderweg (siehe auch Wandertip). Er beginnt am Kloster Marienthal nur wenige Kilometer von Hamm (Sieg) entfernt.
Die Abgeschiedenheit des Klosters Marienthaler Fachwerkhaus
"Hier wäre ich gerne Nonne gewesen!" murmelt Anja leise vor sich hin, als wir die Klosteranlage Marienstatt betreten: "Abgeschieden von aller Nichtigkeit der Welt über die fundamentalen Dinge des Lebens nachdenken!" Ich finde das ein wenig romantisch verklärt, zumal es an diesem Herbsttag doch empfindlich kalt ist und ich mir die Zisterziensermönche in den kleinen, kalten, schmucklosen Zellen ihres Dormitoriums zu Beginn des 13. Jahrhunderts vorstelle. Doch entziehen kann auch ich mich der Atmosphäre des Ortes nicht. Direkt neben der Klostermauer fließt die Nister, an deren Ufer sich kleine Sandbänke gebildet haben. Hier endet für uns der Marienwanderweg, den wir in aller Herrgottsfrühe an dem leuchtend gelben Bau des Klosters Marienthal begonnen haben. Gut 23 km liegen hinter uns, und wir sind fast schon traurig darüber, daß der alte Pilgerweg mit dem Namen der Mutter Gottes hier endet. Aber wer will sich beschweren bei solch einem Endpunkt?